Antwort Wie viele Menschen haben einen inneren Monolog? Weitere Antworten – Wie viele Menschen haben eine Stimme im Kopf
Etwa jeder zehnte Mensch hört gelegentlich Stimmen, die niemand sonst wahrnimmt. „Viele kommen damit gut klar“, so Prof. Dr. Mar Rus-Calafell, Professorin für Klinische Psychologie und digitale Psychotherapie am Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit der Ruhr-Universität Bochum.Adressat und Urheber der Sprechakte ist das Selbst. Dabei können durchaus auch mehrere unterschiedliche Stimmen „im Gespräch“ sein. Inneres Sprechen ist deutlich schneller als äußeres – etwa zehnmal so schnell nach Schätzungen eines Forschers.Auch sprechen die Betroffenen ungern über ihre innere Stimme, aus Angst, als schizophren abgestempelt zu werden. Dabei ist Stimmenhören kein eindeutiges Anzeichen für eine Schizophrenie. Im Gegenteil: Fast jeder Mensch hört eine oder mehrere innere Stimmen und spricht mit ihnen.
Ist es normal seine eigene Stimme im Kopf zu hören : Eine Autophonie muss nicht unbedingt ein Anzeichen für Hörverlust sein; sie kann es aber werden, wenn ihr Ursprung nicht von einem Experten ergründet wird. Im Allgemeinen liegen ihre Ursachen in einer Mittelohrerkrankung und können zu Schwerhörigkeit führen, wenn keine Behandlung erfolgt.
Haben manche Menschen keinen inneren Monolog
Für viele ist kaum vorstellbar, dass es Menschen gibt, die keinen »inneren Monolog« führen. Doch dass Gedanken die Form von Sprache annehmen, ist keineswegs selbstverständlich – und auch wohl nicht die Regel. Die Gedanken anderer Menschen sind für uns unzugängliche, fremde Welten.
Wie viel Prozent haben eine innere Stimme : Die ausgewerteten Antworten ergaben, dass 82,5 Prozent eine innere Stimme beim Lesen vernahmen. Nur ein Anteil von etwa 10 Prozent konnte dies nicht bestätigen.
Und der Psychologe kommt zu dem Ergebnis, dass nur etwa ein Viertel der Menschen überhaupt eine solche innere Stimme hat.
Die Untersuchung zeigte, dass 82.5 Prozent der User tatsächlich innerlich beim Lesen sprechen. Lediglich 10.6 Prozent gaben an, dass sie das nicht tun. Der Rest der User war nicht klar einzuordnen.
Wie viel Prozent der Menschen haben keinen inneren Monolog
Die Untersuchung zeigte, dass 82.5 Prozent der User tatsächlich innerlich beim Lesen sprechen. Lediglich 10.6 Prozent gaben an, dass sie das nicht tun. Der Rest der User war nicht klar einzuordnen.Anhand dieser Studien geht Hurlburt davon aus, dass die Mehrheit der Menschen (etwa drei Viertel) keine innere Rede erlebt.Wenn wir also einen Monolog führen, hilft uns das gesprochene Wort dabei, einen Gedanken zu verfestigen. Selbstgespräche sollen uns helfen, uns besser zu strukturieren, Gedanken zu ordnen, Erlebnisse zu verarbeiten und eventuell auch unsere Gefühle besser zu verstehen, so Psychologin Julia Hüwel.
Sie ist überzeugt davon, dass jeder Mensch inneres Sprechen praktiziert, dies jedoch ganz unterschiedlich ausgeprägt sein kann. Diese Vermutung deckt sich mit Untersuchungen des US-amerikanischen Forschers Russell T. Hurlburt, der viele Studien rund ums innere Erleben durchgeführt hat.
Wie viele Menschen führen Selbstgespräche : "Selbstgespräche – also im engsten Sinne mit sich selber sprechen – sind sehr normal beziehungsweise weit verbreitet. Die Forschung schätzt, dass 96 Prozent der Erwachsenen regelmäßig ihre innere Stimme verbalisieren", erklärt die Münchner Psychologin Julia Haneveld. "Das machen übrigens schon Kinder so.
Wie viel Selbstgespräche sind normal : Jeder redet mal mit sich selbst. Der Selbstdialog hilft uns beim Konzentrieren, Lernen oder Stressabbau. Andere reagieren darauf bisweilen mit Schmunzeln oder Kopfschütteln, wenn sie uns dabei beobachten. Dabei sind Selbstgespräche in den meisten Fällen völlig normal.
Wie viel Prozent der Menschen reden mit sich selbst
US-Forscher schätzen, dass 96 Prozent aller Erwachsenen hin und wieder mit sich selbst sprechen. Und das ist in den meisten Fällen sogar empfehlenswert. "Insbesondere positive Selbstgespräche werden in der kognitiven Verhaltenstherapie oft und gerne eingesetzt."
Wenn man emotional aufgewühlt ist: Selbstgespräche können wie ein Ventil für Emotionen sein, vor allem, wenn diese belastend sind. Das laute Artikulieren hat eine regenerierende, befreiende Wirkung auf die Psyche. Außerdem tragen ausgesprochene Gedanken dazu bei, sich der eigenen Gefühle bewusster zu werden.Auch bei wichtigen Entscheidungen kann der innere Dialog Wedekind zufolge helfen: „Der Dialog mit uns selbst oft dazu, dass wir bessere Entscheidungen treffen“. Forschungen zufolge fördern Selbstgespräche die Konzentration und steigern mitunter sogar die Leistungsfähigkeit.